Online-Mobbing gegen Lehrer nimmt zu
In Großbritannien leiden offenbar immer mehr Lehrer unter dem Online-Mobbing ihrer Schüler. Nun will die Regierung die Lehrer schützen.
"Die Online-Schikanen gegen Lehrer müssen aufhören", forderte der britische Erziehungsminister Alan Johnson.
Das "Cyber-Bullying", wie die Briten das Phänomen nennen, sei "grausam und unbarmherzig", sagte Johnson. Es sei längst nicht nur gegen Lehrer gerichtet. Auch Mitschüler würden auf diese Art von anderen gequält.
Konfiszierung der "Tatwaffen"
"Ich rufe die Betreiber dieser Website auf, energischer dagegen vorzugehen und solche beleidigenden Schulvideos zu blockieren", so der Erziehungsminister.
Zugleich kündigte er schärfere Maßnahmen an den Schulen gegen "Cyber-Bullying" an. So dürften Lehrer ab jetzt Handys und Digitalkameras konfiszieren, die für solche Zwecke benutzt wurden.
In einem der aufsehenerregendsten Fälle der letzten Monate hatten Schüler in Schottland einem Lehrer, der gerade etwas an die Tafel schrieb, von hinten die Hosen heruntergezogen und ihn dabei mit einem Handy gefilmt.
Das Video sei mit genauer Angabe zu der Schule bei YouTube aufgetaucht, berichtete der "Daily Telegraph". YouTube habe es nach Protesten offline gestellt.
(dpa | APA)
