Weitere Medienkonzentration verhindert
Ein US-Berufungsgericht hat in letzter Sekunde eine Aufweichung der Medien-Monopolvorschriften in den USA mit einer entsprechenden Anordnung verhindert.
Die neuen Aufsichtsregeln zur Liberalisierung des Medienmarktes, die von der Kommunikationsbehörde FCC in einer knappen Abstimmung beschlossen wurden, waren bis zuletzt heftig umstritten.
Sie sahen eine Lockerung der Vorschriften für Zahl, Ort und Art des Mediums, die ein einzelnes Unternehmen besitzen darf, vor.
Der kritisierte FCC-Vorstoß
Ein Unternehmen sollte auf demselben Markt eine Zeitung und eine
Fernsehstation besitzen dürfen, auf größeren regionalen/lokalen
Märkten bis zu drei Fernsehstationen und acht Radiostationen.
Bundesweit sollte ein einzelner Fernseh-Unternehmer bis zu 45
Prozent [bisher 35 Prozent] aller Zuschauer erreichen dürfen.
FCC erleichtert MedienkonzentrationKritik der Verbraucherschützer
Die neuen FCC-Regeln sollten am Donnerstag wirksam werden.
Sie hätten es den Medienkonzernen ermöglicht, mehr Zeitungen sowie Fernseh- und Radiostationen zu schlucken. Die FCC wurde dabei von den meisten großen Medienkonzernen unterstützt.
Verbraucherschutzgruppen und viele andere Organisationen hatten sich gegen die FCC-Regeln stark gemacht. Sie befürchteten eine weitere rasante Konsolidierung des US-Medienmarktes und ein zu einheitliches Nachrichten- und Programmangebot.
Die Aufsichtsbehörde darf nun ihre neuen Besitzregeln nicht anwenden, bis die Auseinandersetzungen beigelegt sind.
