20.08.2003

KOLPORTIERT

Medion will "Grundig" heißen

Der Elektronikgroßhändler Medion interessiert sich nach einem Bericht des Magazins "Focus-Money" für den Markennamen des insolventen Traditionsunternehmens Grundig.

Der Name sei attraktiv, weil für Markenprodukte rund 15 Prozent höhere Preise als für No-Name-Geräte verlangt werden könnten, berichtete das Magazin unter Berufung auf "Insider".

Traditionsmarke

Nach dem Bericht liegen die Preisvorstellungen von Medion und Grundig allerdings weit auseinander. Demnach soll die Marke Grundig 70 Millionen Euro kosten. Das Traditionsunternehmen steht nach der Pleite vor der Zerschlagung. Der Insolvenzverwalter will Grundig stückweise verkaufen.

Grundig gehörte zu den bekanntesten deutschen TV- und Radioherstellern. Firmengründer Max Grundig feierte nach dem Zweiten Weltkrieg seinen ersten Erfolg mit dem Radio-Baukasten "Heinzelmann". Zu den besten Zeiten arbeiteten für den Elektronikkonzern fast 40.000 Menschen.