JoWooD trennt sich von Vertriebstochter
Der an der Wiener Börse notierte steirische Computerspielehersteller JoWooD hat sich "wie geplant" von seiner Distributionstochter Dynamic Systems getrennt. Für das angestrebte Listing auf dem Prime Market der Wiener Börse habe man indes den entsprechenden Prozess bereits gestartet, berichtete JoWooD-Vorstand Michael Pistauer Damit würde eine Notierung ab Oktober in diesem Segment möglich.
In Österreich werde das Vertriebsteam von Dynamic Systems mit zwölf Mitarbeitern im Zuge eines Assetsverkaufs von der deutschen Koch Media, die mit einer Tochter auch in Österreich tätig ist, übernommen, auch die tschechischen und ungarischen Niederlassungen seien vorbehaltlich der notariellen Zustimmung bereits verkauft worden, sagte Pistauer.
Trennung und Integrierung
JoWooD trenne sich damit endgültig von der Distributionssparte: "Damit fällt mir ein Stein vom Herzen", so Pistauer. Der Vertrieb werde aber weiterhin weltweit von der Konzernzentrale in Rottenmann abgewickelt.
Im Zuge der Übernahme des österreichischen Vertriebsteams von Dynamic Systems werde das JoWooD-Produktportfolio in Österreich exklusiv für die kommenden drei Jahre von Koch Media vertrieben.
Koch Media verfolge "das Ziel, zum größten Games- und Consumer-Software-Distributor in Österreich zu werden", bemerkte Koch-Media-Österreich-Geschäftsführer Klemens Kundratitz.
JoWooD beschäftige derzeit rund 140 Mitarbeiter: "Dabei wird es auch bleiben", so Pistauer.
Im Februar noch unklar
Pistauer hatte bereits im Februar von einem möglichen Verkauf von Dynamic Systems gesporchen.
Einige Stunden später hatte JoWooD dann seine Verkaufsvorhaben allerdings "konkretisiert": Ein Verkauf der beiden Vertriebstöchter war demnach "nicht unbedingt notwendig". JoWooD strebe in erster Linie Partnerschaften für die beiden Vertriebstöchter an.
Eiertanz um JoWooD-Vertriebstöchter
