Keine Abfindung für Ex-Vivendi-Chef
Der Medienkonzern Vivendi Universal hat im Streit mit seinem früheren Vorstandschef Jean-Marie Messier um Abfindungen in Millionenhöhe nach eigenen Angaben Recht von einem französischen Gericht bekommen.
Wie das französisch-amerikanische Unternehmen mitteilte, muss Vivendi nach dem Urteil die von Messier geforderten 20,5 Mio. Euro nicht zahlen.
Das Handelsgericht in Paris habe zudem entschieden, dass der Konzern von Messier und dem ehemaligen Vivendi-Vize Eric Licoys Schadenersatz verlangen dürfe.
Ein New Yorker Schiedsgericht hatte Ende Juni entschieden, dass Vivendi die Abfindung zahlen müsse. Dagegen legte das Unternehmen Einspruch ein.
Justiz beschlagnahmt Messiers AbfindungRekordschulden dank Messier
Vivendi hatte Messier im Juli vergangenen Jahres ohne Abfindung entlassen, nachdem immer mehr Investoren dem Manager wegen der hohen Verschuldung das Konzerns ihr Vertrauen entzogen hatten.
In den USA sind Sammelklagen von Vivendi-Aktionären gegen Messier anhängig, die ihm Irreführung über die wahre Lage des Unternehmens vorwerfen.
