06.08.2003

LEGAL, ILLEGAL

Weiter Aufregung um Online-Meldedaten

Die Bundessparte Information und Consulting in der Wirtschaftskammer Österreich [WKÖ] wehrt sich gegen die Vorwürfe "selbst ernannter Datenschützer", namentlich Hans Zeger, Obmann der ARGE Daten.

Neben den "WKÖ-Experten verwehren sich empörte Vertreter von Mitgliederbetrieben auf das Schärfste".

Man solle nicht so tun, als ob sich Unternehmen, die Informationen aus dem Melderegister abfragen, auf dem Boden der Illegalität bewegten: "Wir fordern Herrn Zeger auf, diese Vorgangsweise einzustellen, ansonsten behalten wir uns weitere notwendige Schritte vor", heißt es.

Die WKÖ-Bundessparte sieht darin den Versuch, Teile einer Branche als "schwarze Schafe" zu brandmarken und mit unvollständigen und unrichtigen Behauptungen die Aufmerksamkeit der Medien zu erreichen.

"Unternehmen wurden beschuldigt"

"Da werden Unternehmen rechtswidriger Handlungen beschuldigt und öffentlich namentlich genannt", kritisiert Spartenobmann Hans-Jürgen Pollirer, selbst beeideter und gerichtlich zertifizierter EDV-Sachverständiger und Mitautor des Standardwerkes "Kommentar zum Datenschutzrecht" und bezieht sich dabei auf Aussagen von Zeger und Publikationen im Internet

Dabei berufe sich Zeger in kryptischer Form auf ein angebliches Rechtsgutachten, das niemandem bekannt sei.