Windows-Bug beunruhigt US-Behörden
In der US-Regierung wächst "auf Grund zunehmender Hacker-Aktivitäten" die Furcht vor einem breit angelegten Angriff auf Rechner im Netz.
Am Donnerstag wurde in den Bundesbehörden eine Warnung wegen massiven Scans von Windows-Rechnern herausgegeben. In den zurückliegenden Tagen hätten "Hacker hoch" entwickelte und automatisierte Scanner eingesetzt. Das Heimatschutzministerium hatte bereits am Mittwoch vor einem "erheblichen Schlag gegen das Internet" gewarnt.
Fehler in Windows NT, 2000, XP, 2003 Server
Die Ausspionierung der Computer wird durch einen Fehler des
Betriebssystems ermöglicht. Laut MS weist der Teil von RPC [Remote
Procedure Call], der den Nachrichtenaustausch über TCP/IP
verarbeitet, die Sicherheitslücke auf. Der Fehler erfolge durch die
"falsche Verarbeitung ungültiger Nachrichten", die einen
Buffer-Overflow zur Folge habe.
Warnung vor kritischer Windows-LückeExperten drängen Windows-Nutzer, sich umgehend einen Reparatur-Patch herunterzuladen. "Ein Angriff kann jetzt jeden Tag kommen", sagte Chris Wysopal von der Sicherheitsfirma AtStake, die Regierungsbehörden und große Unternehmen berät. Wegen der Masse der potenziell betroffenen Computer drohe ein größerer Schaden als durch den Virus "Code Red" im Sommer 2001. Auch die Bundespolizei FBI ist nach Angaben eines Sprechers sehr besorgt über einen umfangreiche Attacke, mit der das Internet teilweise ausgeschaltet werden könnte.
