Siemens Österreich dementiert Korruption
Der Finanzvorstand von Siemens Österreich, Harald Wasserburger, weist alle gegen ihn und die Firma erhobenen Unterstellungen ungesetzlicher Handlungen zurück.
"Siemens Österreich war und ist nicht in einen Korruptionsskandal verwickelt", so der amtierende Finanzvorstand der Siemens AG Österreich in einer Aussendung.
Das "profil" hatte berichtet, dass Siemens Österreich ebenfalls in den laufenden Bestechungsskandal des Konzerns verstrickt sei.
Dem Bericht zufolge sollen "Provisionszahlungen" von der Kommunikationssparte Siemens Com Wien an Briefkastenfirmen geflossen sein, wobei ein Kronzeuge in Deutschland den österreichischen Finanzvorstand Wasserburger namentlich genannt habe.
Ein Sprecher von Siemens Österreich hatte das schon am Sonntag zurückgewiesen. Siemens Österreich behält sich wie berichtet auch rechtliche Schritte vor.
Keine Konten und Provisionen
Wasserburger führte weiters aus, dass sich bei genauerer Betrachtung der im "profil" veröffentlichten Darstellung "sehr klar" zeige, dass hier "Fakten, die schon seit dem Herbst 2006 bekannt sind und in deutschen Medien bereits veröffentlicht wurden, neuerlich aufgewärmt" worden seien.
Siemens Österreich habe mit den genannten Konten in Innsbruck und Salzburg nichts zu tun und diese auch nicht eröffnet. Auch zu Provisionen im Zuge der Privatisierung des italienischen Telekom-Sektors bzw. an den nigerianischen Diktator Sani Abacha gebe es "keinen Zusammenhang zu Siemens Österreich", so Wasserburger.
Für seinen damaligen Bereich Com könne er versichern, dass ausschließlich korrekte Rechtsgeschäfte unter Einhaltung aller internen Richtlinien und gesetzlichen Bestimmungen abgeschlossen wurden, sagte Wasserburger.
(APA)
