29.07.2003

LINUX CODE

IBM kontert SCO-Lizenz-Forderung

In einer Mitteilung an seine Vertriebsmannschaft, und damit an seine Kunden, hat IBM sich zu den jüngsten Forderungen von SCO geäußert.

Bob Samson, Vizepräsident von IBMs Systems Sales, meint darin, dass SCO selbst bis vor kurzem ein eigenes Linux unter der GPL [GNU General Public License] vertrieben hat, die freie Copyright-Lizenzen sowie die freie Verteilung des Codes garantieren soll.

Laut Samson könne SCO nicht erklären, wie man angesichts dieser Distribution nun derartige Forderungen stellen könne. Auch Beweise, für die Anschuldigung es sei Unix-Code im freien Betriebsystem Linux enthalten, sei SCO bisher schuldig geblieben.

GPL-Linux kein Grund

SCO sieht die Sache naturgemäß etwas anders. Laut Firmensprecher Blake Stowell gehe es nicht um GPL, denn man habe Unix nicht unter der Open-Source-Lizenz veröffentlicht.

SCO-Sprecher Blake Stowell sagte, dass es etwas anderes sei ein Produkt zu vertreiben als zu einem Produkt beizutragen. Sprich: Der Vertrieb von GPL-geschützten Code könne nicht als hinreichender Grund angeführt werden. Der Inhaber des Copyrights müsse wissentlich den Code als Open-Source [in diesem Fall Unix] veröffentlichen, so Stowell.