IBM kontert SCO-Lizenz-Forderung
In einer Mitteilung an seine Vertriebsmannschaft, und damit an seine Kunden, hat IBM sich zu den jüngsten Forderungen von SCO geäußert.
Bob Samson, Vizepräsident von IBMs Systems Sales, meint darin, dass SCO selbst bis vor kurzem ein eigenes Linux unter der GPL [GNU General Public License] vertrieben hat, die freie Copyright-Lizenzen sowie die freie Verteilung des Codes garantieren soll.
Laut Samson könne SCO nicht erklären, wie man angesichts dieser Distribution nun derartige Forderungen stellen könne. Auch Beweise, für die Anschuldigung es sei Unix-Code im freien Betriebsystem Linux enthalten, sei SCO bisher schuldig geblieben.
SCO hatte von Firmen, die Linux im Serverbereich einsetzen, eine spezielle Lizenzzahlung für UnixWare verlangt. Laut einer aktuelle Studie ist diese neue Drohung den Firmen jedoch egal, in den letzten zwei Monaten hat Linux auf einigen Firmenservern Einzug gehalten.
Konzerne ignorieren SCOs WarnungenGPL-Linux kein Grund
SCO sieht die Sache naturgemäß etwas anders. Laut Firmensprecher Blake Stowell gehe es nicht um GPL, denn man habe Unix nicht unter der Open-Source-Lizenz veröffentlicht.
SCO-Sprecher Blake Stowell sagte, dass es etwas anderes sei ein Produkt zu vertreiben als zu einem Produkt beizutragen. Sprich: Der Vertrieb von GPL-geschützten Code könne nicht als hinreichender Grund angeführt werden. Der Inhaber des Copyrights müsse wissentlich den Code als Open-Source [in diesem Fall Unix] veröffentlichen, so Stowell.
Wer von den beiden Parteien Recht hat wird derzeit von Rechtsexperten diskutiert. Die schlussendliche Klärung könnte vor Gericht passieren.
GPL
