Texas Instruments steigert Gewinn
Der weltgrößte Hersteller von Chips für Mobiltelefone, Texas Instruments, hat im zweiten Quartal bei gestiegenem Umsatz den Gewinn stärker gesteigert als von Analysten erwartet.
Finanzchef Bill Aylesworth sagte am Montag nach der Vorlage der Zahlen nach US-Börsenschluss, insbesondere das Geschäft auf dem asiatischen Markt habe sich besser entwickelt als noch im Juni erwartet worden sei.
Für das dritte Quartal prognostizierte das in Dallas ansässige Unternehmen einen Gewinn je Aktie über den bisherigen durchschnittlichen Erwartungen der Analysten. Der Aktienkurs von Texas Instruments [TI] legte nachbörslich um rund drei Prozent zu.
Nach Angaben des Unternehmens stieg im zweiten Quartal der Netto-Gewinn auf 121 Millionen USD oder sieben US-Cent je Aktie. Von Reuters befragte Analysten hatten im Durchschnitt mit sechs Cent Gewinn je Aktie gerechnet. Der Umsatz kletterte um sieben Prozent auf 2,34 Milliarden USD.
2002: Texas Instruments mit VerlustGut aufgestellt
Analysten erklärte, die vorsichtige Prognose gebe Raum für positive Überraschungen. "Sie waren konservativ", sagte David Wu, Analyst bei Wedbush Morgan Securities. Er selbst rechne mit einer Belebung sowohl im Mobilfunkbereich sowie auch in den anderen Sparten.
Eric Rothdeutsch von Friedman Billings Ramsey and Co erklärte, die Entwicklung der Handy-Nachfrage sei offen. Aber etwa im Breitband-Bereich oder bei DSL-Modems sei Texas Instruments gut aufgestellt.
Noch im Juni hatte TI gewarnt, dass die Quartalszahlen schlechter als erwartet ausfallen könnten und auf Absatzschwierigkeiten in Asien hingewiesen, wo es im Mobilfunkbereich in Folge der Lungenkrankheit Sars zu Einbrüchen gekommen sei.
Der Mobilfunkbereich habe sich dort jedoch zuletzt positiv entwickelt, wovon der Chipabsatz profitiert habe, erklärte Texas Instruments. "Es scheint, dass die sehr starke Marktschwäche, die durch Sars im zweiten Quartal entstanden ist, weitgehend nachlässt, zumindest im Moment", sagte Aylesworth der Nachrichtenagentur Reuters.
Er wollte jedoch keine Entwarnung geben, da die Lager im Mobilfunkbereich gut gefüllt seien. "Sogar mit dieser stärkeren Nachfrage haben unsere Kunden große Lagerbestände", sagte Aylesworth. Im Gegensatz dazu sei die Chipnachfrage im Bereich von Breitband-Telekommunikationsprodukten und von Unterhaltungselektronik solider.
