Texas Instruments mit Verlust
Der weltgrößte Handychip-Hersteller Texas Instruments hat im vierten Quartal und im Gesamtjahr 2002 wegen Abschreibungen auf Investments Verluste verbucht.
Der Quartalsumsatz sei aber zuletzt deutlich um 20 Prozent erhöht worden, teilte das Unternehmen am Mittwoch nach Börsenschluss mit. Nach Ansicht von Fachleuten gibt das Resultat Hoffnung auf eine Besserung in der Mobilfunkbranche.
TI wies für das Schlussquartal 2002 rote Zahlen von 589 Millionen USD [550 Mio. Euro] oder 34 Cent je Aktie aus gegenüber einem Verlust von 116 Millionen USD oder sieben Cent je Aktie im entsprechenden Zeitraum des Vorjahres. Der Quartalsumsatz stieg kräftig auf 2,1 Milliarden USD. Damit hat das Unternehmen bei Umsatz und Ertrag seine früheren Prognosen übertroffen.
Der Halbleiterumsatz erhöhte sich im Schlussquartal zur Vorjahresvergleichszeit um 22 Prozent. Der Umsatz in der Sparte Sensoren und Kontrollen stieg um zehn Prozent, wobei sich das gute Geschäft im Autobereich positiv bemerkbar machte. Erholung auf dem Handymarkt:
TI hebt Umsatz- und Ergebnisprognose anJahresbilanz
Für das gesamte Jahr 2002 verbuchte TI einen Jahresverlust von 344 Millionen USD oder 20 Cent je Aktie. Der Jahresumsatz wurde auf 8,4 Milliarden USD gesteigert.
Im Vergleich zum Vorjahr erhöhte sich der Chipumsatz um zwei Prozent. Im Mobilfunkbereich und in der digitalen Verbraucherelektronik gab es ein kräftiges Umsatzwachstum.
In der Sparte Sensoren und Kontrollen stagnierten die Erlöse hingegen. Das Unternehmen hat nach seinen Angaben im Schlussquartal 2002 die liquiden Mittel um 498 Millionen USD auf mehr als vier Milliarden USD erhöht.
Abschreibungen
Das Unternehmen schrieb 638 Millionen USD auf seine Micron-Technology-Aktien ab, die TI 1998 für den Verkauf seines Speichergeschäfts an Micron Technology erhalten hatte. Die Abschreibung reduzierte den Gewinn um 37 Cent je Aktie. Texas Instruments hätte unter Ausklammerung von Sonderfaktoren sechs Cent je Aktie verdient. Die Analysten hatten auf dieser Basis mit drei Cent Gewinn je Aktie gerechnet. Der Auftragseingang erhöhte sich im Schlussquartal gegenüber dem entsprechenden Vorjahresabschnitt um 32 Prozent auf 2,1 Milliarden USD. Der Auftragseingang legte im Gesamtjahr um 23 Prozent auf 8,4 Milliarden USD zu.
Ausblick
Der Umsatz dürfte im ersten Quartal 2003 etwa auf dem Niveau des Schlussquartals 2002 liegen. TI rechnet mit etwa sechs Cent Gewinn pro Aktie.
Die Wall Street war hingegen nur von drei Cent Gewinn je Aktie und von 2,05 Milliarden USD Umsatz ausgegangen.
Der TI- Aktienkurs stieg daher nachbörslich kräftig um acht Prozent auf 15,40 USD.
