17.07.2003

VOLLZUG

RIAA fordert erste Namen von P2P-Usern

Der Verband der US-Musikindustrie, die RIAA, hat nunmehr den ersten Schritt zu ihrer vor einem Monat geäußerten Drohung gemacht und verlangt die Namen von vermeintlichen Tauschbörsen-Usern und Bereitstellern von Musik zum illegalen Download im Netz.

Per Vorladung will die RIAA die betreffenden Namen von den Internet Service Providern erlangen. Erst vor kurzem hat der US-Provider Verizon per Gerichtsbeschluss die Namen seiner Kunden an die RIAA ausliefern müssen.

Vor knapp drei Wochen hatte die RIAA angekündigt, noch in diesem Sommer hunderte Tauschbörsenuser verklagen zu wollen, nachdem Klagen gegen die Tauschbörsen vor US-Gerichten keine Chance hatten.

Earthlink will zusammenarbeiten

Der Internet-Service-Provider Earthlink hat nach eigenen Angaben seit der Ankündigung drei Vorladungen erhalten. Das Unternehmen ist bereit, der Aufforderung, einzelne Nutzer zu identifizieren, nachzukommen.

"Wir sind jedoch mit der hier verwendeten Methode nicht einverstanden", so David Blumenthal, Sprecher von Earthlink. "Wir bitten die RIAA und andere Inhaber von Urheberrechten dringend, eine weniger zudringliche Methode zu finden, die ihre Rechte schützt", so Blumenthal weiter.