14.07.2003

JAVA

Sun will mobilen Markt erobern

Die neuesten Handymodelle ermöglichen Games, die Suche nach der richtigen U-Bahn oder auch mobile Ernährungsplanung.

Dahinter steht zumeist eine Technologie, die der Grundstein für einen der derzeit, nach Linux, am heftigsten geführtesten Kämpfe in der Technologiebranche, diesmal zwischen Hersteller Sun und Microsoft, ist: Java.

Auch wenn Microsoft Java nicht mit seinem Betriebssystem Windows mitliefert, so ist doch Java aus der Anwenderwelt nicht wegzudenken. Nach Angaben sind von Sun sind derzeit 94 Millionen Java-fähige Geräte im Verwendung und der Hersteller will diese Zahl noch weiter ausbauen.

Breite Anwendungspalette

Derzeit unterstützen 53 Mobilfunkbetreiber die Technologie. Nach Angaben von Nokia sind über drei Dutzend Nokia-Handys Java-fähig, auf längere Sicht sollen alle zukünftigen Modelle, ausgenommen die günstigeren Versionen, mit der Technologie ausgerüstet werden.

Bei den Endgeräteherstellern konnte Sun ebenfalls einen Erfolg einfahren. Das Unternehmen erreichte, dass HP und Dell einen Teil ihrer PCs mit dem Java-Run-Time-Environment ausliefern.

Daneben findet Java auch in Autos, Druckern und Camcordern Anwendung. Laut Sun interessieren sich auch die Hersteller von medizinischen Geräten für den Einsatz von Java.

Marathonlauf

Obwohl Sun im Kampf um den Desktop vorerst das Nachsehen hat, dürfte vor allem der mobile Gerätemarkt ein weites Feld für Java-Applikationen sein. Obwohl noch Arbeit in der Entwicklung von diversen Standards zu investieren sein wird hat Sun hierbei die Nase eindeutig vorne.

Microsoft versucht im Gegenzug sein .NET-Compact Framework als Alternative nach vorne zubringen, das vor allem auf standardisierte Hardware setzt, so Ed Kaim, Produktmanager von .NET-Mobile.

Auch Kaim sieht Sun mit einem eindeutigen Vorspung im aktuellen Rennen, doch er sehe den Wettkampf als Marathon und nicht als Sprint, so Kaim.