PeopleSoft übertrifft Erwartungen
Die in eine harte Verteidigungsschlacht gegen ein feindliches Übernahmeangebot von Oracle in Höhe von 6,3 Mrd. USD [5,5 Mrd. Euro] verwickelte US-Softwarefirma PeopleSoft hat ihre Geschäftsprognosen für das zweite Quartal 2003 übertroffen.
Das Unternehmen erwartet für den Dreimonatsabschnitt einen Umsatz von 490 Mio. USD bis 500 Mio. USD. Die Lizenzeinnahmen sollen 105 bis 115 Mio. USD erreichen.
PeopleSoft rechnet nach vorläufigen Zahlen mit einem Gewinn von zehn Cent bis elf Cent je Aktie gegenüber einer bisherigen Prognose von acht bis neun Cent je Aktie. Die auf Unternehmenssoftware spezialisierte Gesellschaft geht unter Ausklammerung von Sonderfaktoren von einem Gewinn von 13 bis 14 Cent je Aktie aus gegenüber den bisherigen Erwartungen von elf bis zwölf Cent je Aktie.
Die endgültigen Quartalszahlen sollen später im Juli veröffentlicht werden. Der PeopleSoft-Verwaltungsrat hatte am Dienstag in einem Aktionärsbrief die Oracle-Offerte abgelehnt und sich stattdessen für den Kauf der Software-Firma J.D. Edwards durch PeopleSoft ausgesprochen.
PeopleSoft-Aktionäre werden bedrängtOracle-Anhörung verschoben
Oracle hatte die Verschiebung einer ursprünglich auf den 16. Juli festgesetzten Anhörung in einem Gericht in Delaware bekannt gegeben.
Es geht dabei um eine Oracle-Klage gegen PeopleSoft wegen der Verteidigungsaktionen gegen den Übernahmeversuch. Die Parteien wollen sich jetzt am 25. Juli im Gericht treffen.
Oracle-Sprecher Jim Finn begründete die Verschiebung mit der zweiten kartellrechtlichen Anforderung des US-Justizministeriums an Oracle. Das Ministerium wird die Oracle-Offerte weiter prüfen.
