Investoren wollen ProSiebenSat.1 ganz
KKR und Permira bieten für Anteile
Die Investoren Kohlberg, Kravis and Roberts [KKR] und Permira wollen die ProSiebenSat.1-Gruppe ganz übernehmen. Die neuen Mehrheitseigner bieten 28,71 Euro in bar pro Stammaktie und 22,45 Euro für jede nicht stimmberechtigte Vorzugsaktie, wie beide Firmen am Dienstag in Frankfurt am Main mitteilten. Die verbliebenen Aktionäre haben nun bis zum 19. März Zeit, auf das Angebot einzugehen.
Die britische Permira und der US-Fonds KKR hatten im Dezember nach monatelangem Bietergefecht für rund drei Mrd. Euro die Mehrheit an ProSiebenSat.1 Media vom US-Milliardär Haim Saban übernommen. Zuvor war der Verkauf an Axel Springer am Veto des deutschen Bundeskartellamts gescheitert.
Senderkette gegen RTL
KKR und Permira halten rund 88 Prozent der Stammaktien und etwa 13 Prozent der Vorzugsaktien. Die beiden Investoren wollen Deutschlands größten Fernsehkonzern mit ihrem Medienkonzern SBS mit Dutzenden Fernseh- und Radiosendern in ganz Europa zusammenschließen und damit Europas größtem Fernseh- und Rundfunkunternehmen RTL Konkurrenz machen.
Dabei sollten keine Mitarbeiter gekündigt werden, hatten die Investoren versichert. Permira und KKR gehören zu den weltgrößen Private-Equity-Firmen und sind auf Übernahme, Umbau und Wiederverkauf von Unternehmen spezialisiert.
KKR und andere Investmentfonds pflügen derzeit durch die europäische Medienlandschaft. Erst wollte KKR den französischen Multi Vivendi übernehmen, dann sorgte er, gemeinsam mit anderen Investoren, für eine harte Umstrukturierung beim niederländischen Konzern VNU.
(APA | AFP)
