ProSiebenSat.1 geht an KKR und Permira
Drei Milliarden Euro für 50 Prozent
Der Bieterwettbewerb um die Sendergruppe ProSiebenSat.1 ist am Donnerstag entschieden worden. Das Konsortium der Finanzinvestoren Kohlberg Kravis Roberts & Co [KKR] und Permira erhielt den Zuschlag für die Sendergruppe.
Laut Angaben aus Verhandlungskreisen zahlen die Investoren für die zum Verkauf stehenden gut 50 Prozent an Deutschlands größtem privatem TV-Konzern mehr als drei Milliarden Euro.
Dogan-Gruppe und Apax gehen leer aus
Das sei das Angebot, mit dem sich KKR und Permira gegen die türkische Dogan-Gruppe sowie gegen Apax und Goldman Sachs durchgesetzt habe. Experten rechnen damit, dass ProSiebenSat.1 mit der internationalen Senderkette Scandinavian Broadcasting System [SBS] zu einem neuen TV-Konzern zusammengelegt werden könnte.
Das Verkäuferkonsortium um den US-Milliardär Haim Saban wird noch am Donnerstag offiziell über das Ergebnis des Bieterverfahrens informieren.
KKR auf Einkaufstour
Erst Anfang November wurde bekannt, dass die New Yorker Private-Equity-Firma KKR den französischen Medienkonzern Vivendi für 50 Milliarden US-Dollar kaufen wollte. Zu Vivendi gehört auch Universal, der größte Musikkonzern der Welt.
"FTD": Abschluss nur noch Formsache
Wie weiter verlautete, mussten unter den Deal nur noch "die letzten Unterschriften gesetzt" werden. Daes sei allerdings reine Formsache. Nach Informationen der "Financial Times Deutschland" war offenbar bis zuletzt die türkische Dogan-Gruppe der härteste Konkurrent von KKR und Permira, während das Konsortium um Apax und Goldman bereits früh aus dem Rennen geschlagen worden sei.
Zu Beginn des Jahres war der Verkauf von ProSiebenSat.1 an den Axel Springer Verlag am Veto des Bundeskartellamts gescheitert. Die Sendergruppe wurde daraufhin neu zum Verkauf ausgeschrieben.
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(AFP | APA | dpa | futurezone)
