Weitere Untersuchung der Oracle-Offerte
Das US-Justizministerium hat dem Unternehmenssoftware-Konzern Oracle eine zweite Informationsanforderung im Hinblick auf die geplante Übernahme des US-Konkurrenten PeopleSoft zugestellt.
Damit verlängert sich die Überprüfungszeit für die feindliche Oracle-Kaufofferte für PeopleSoft im Wert von 6,3 Milliarden USD [5,5 Mrd. Euro] in bar erheblich.
Das Justizministerium kann die Transaktion jetzt im Hinblick auf Wettbewerbsauswirkungen ganz sorgfältig unter die Lupe nehmen. Das kann nach Darstellung von US-Experten Wochen oder gar Monate dauern.
PeopleSoft über Erschwernis erfreut
PeopleSoft hatte das Oracle-Kaufangebot abgelehnt. PeopleSoft
will seinerseits J.D. Edwards kaufen. Das verlängerte
Überprüfungsverfahren der Kartellrechtshüter bei Oracle könnte
PeopleSoft möglicherweise die Chance geben, zwischenzeitlich die
J.D.-Edwards-Übernahme zu vollziehen. Damit würde der
Übernahmeversuch durch Oracle erheblich erschwert.
Oracle erwartet Kartellrechts-AnfrageOracle bleibt optimistisch
Oracle gibt sich "weiterhin optimistisch". Der Softwareriese hofft, dass das US-Justizministerium zu dem Schluss kommen wird, die Transaktion sei nicht wettbewerbswidrig. Oracle glaubt auch, dass die Transaktion in einer zeitgerechneten Weise abgewickelt werden könne.
PeopleSoft reagierte auf die verlängerte Oracle-Untersuchung mit dem vielfach geäußerten Hinweis, der vorgeschlagene Zusammenschluss von PeopleSoft und Oracle werde erhebliche behördliche Verzögerungen nach sich ziehen. Es bestehe die starke Wahrscheinlichkeit eines Transaktionsverbots.
