01.07.2003

KARTELLRECHT

Weitere Untersuchung der Oracle-Offerte

Das US-Justizministerium hat dem Unternehmenssoftware-Konzern Oracle eine zweite Informationsanforderung im Hinblick auf die geplante Übernahme des US-Konkurrenten PeopleSoft zugestellt.

Damit verlängert sich die Überprüfungszeit für die feindliche Oracle-Kaufofferte für PeopleSoft im Wert von 6,3 Milliarden USD [5,5 Mrd. Euro] in bar erheblich.

Das Justizministerium kann die Transaktion jetzt im Hinblick auf Wettbewerbsauswirkungen ganz sorgfältig unter die Lupe nehmen. Das kann nach Darstellung von US-Experten Wochen oder gar Monate dauern.

Oracle bleibt optimistisch

Oracle gibt sich "weiterhin optimistisch". Der Softwareriese hofft, dass das US-Justizministerium zu dem Schluss kommen wird, die Transaktion sei nicht wettbewerbswidrig. Oracle glaubt auch, dass die Transaktion in einer zeitgerechneten Weise abgewickelt werden könne.

PeopleSoft reagierte auf die verlängerte Oracle-Untersuchung mit dem vielfach geäußerten Hinweis, der vorgeschlagene Zusammenschluss von PeopleSoft und Oracle werde erhebliche behördliche Verzögerungen nach sich ziehen. Es bestehe die starke Wahrscheinlichkeit eines Transaktionsverbots.