30.06.2003

UNTERSUCHUNG

Bildquelle: fuZo

Oracle erwartet Kartellrechts-Anfrage

Im Poker um die feindliche Übernahme von PeopleSoft durch den größeren Konkurrenten Oracle könnte PeopleSoft erneut einen zeitlichen Vorsprung einfahren.

In der Untersuchung wegen möglicher Kartellrechtsverletzungen durch die geplante Fusion lief heute die Frist für eine zweite Anfrage für das US- Justizministerium aus, berichtet das "Wall Street Journal".

Eine entsprechende Anfrage könne den Übernahmenprozess für Wochen oder sogar Monate einfrieren, sagte PeopleSoft-Anwalt Gary Reback.

Die PeopleSoft-Führung hatte das 6,3 Milliarden USD schwere feindliche Übernahmeangebot durch Oracle abgelehnt. Jegliche Verzögerung wie etwa durch weitere Untersuchungen durch die Behörden verschaffe PeopleSoft Zeit, um den angestrebten Kauf von J.D. Edwards für 1,75 Milliarden USD durchzuführen, schreibt die Zeitung.

Im Juni hatte der US-Bundesstaat Connecticut ein Kartellrechtsverfahren gegen die geplante Übernahme von PeopleSoft durch Oracle eingeleitet. Alle drei Unternehmen sind konkurrierende Hersteller von Unternehmens-Software, Marktführer ist das deutsche Unternehmen SAP.

PeopleSoft hofft, dass der Kauf von J.D. Edwards für Oracle als "Giftpille" wirkt und dessen Interesse an der Übernahme schwächt.