Kabelbetreiber fordern Breitband-Gipfel
Um die verschiedenen Ansätze in Bund und Ländern zur Förderung von Breitband-Internet zu bündeln, tritt "Multimedia Austria", die Interessengemeinschaft österreichischer Multimedia-Netzbetreiber, für einen Breitband-Gipfel in Österreich ein.
Im Interesse der Konsumenten und des Wirtschaftsstandortes müsse ein bundesweites Modell, das allen Bevölkerungsgruppen zugute komme, erarbeitet werden, sagte Generalsekretär Gustav Soucek.
Die Nichtentscheidung des Budgetbegleitgesetzes im Bundesrat, die auch die steuerliche Absetzbarkeit von Breitband-Internet betreffe, bezeichnete Soucek als "trauriges Lehrstück in angewandter Entscheidungslosigkeit¿. Damit stünden auch die vorgesehenen steuerlichen Maßnahmen bei Breitband-Internet unter keinem guten Stern.
Die steuerliche Absetzbarkeit sei zwar "als erster Schritt¿ zu begrüßen, greife aber viel zu kurz, da weder die "early adopters¿, deren Nutzungsverhalten Breitband-Internet in Österreich groß gemacht habe, noch einkommensschwächere Bevölkerungsgruppen wie Studenten und Pensionisten diese Möglichkeit ausnützen könnten.
Der Verband wurde vor einem Monat gegründetMehrwertsteuer halbieren
In diesem Zusammenhang erneuerte Soucek die Forderung, als nächsten Schritt den Mehrwertsteuersatz von 20 Prozent bei Breitband-Internet generell um die Hälfte zu reduzieren - "das ist fair, einfach und kommt allen Benutzern zugute¿.
Derzeit rangiert Österreich mit einem Anteil von 13 Prozent Breitbandusern im EU-Vergleich an fünfter Stelle, im Ranking der OECD-Staaten auf Platz elf.
Wer da fordert
Multimedia Austria verfügt insgesamt über 29.000 km Kabelnetze
[6.000 km Glas, 23.000 km Koax] Bei einem Stand von 1.249.000 Kunden
(Dezember 2002) wurde ein Gesamtumsatz von 322 Mio. Euro erzielt.
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