Oracle-Chef pokert höher
Im Übernahmepoker um den US-Softwarehersteller PeopleSoft hat Oracle-Chef Larry Ellison eine weitere Erhöhung des Angebots für den kleineren Konkurrenten nicht ausgeschlossen.
Auf die Frage, ob er das Angebot noch einmal nachbessern werde, sagte er am Dienstagabend bei einer Kundenveranstaltung in London: "Sag niemals nie." Allerdings sei das Angebot von 19,50 USD je PeopleSoft-Aktie absolut fair.
Er sei daher optimistisch, dass die Aktionäre von PeopleSoft der Übernahme im Gesamtvolumen von 6,3 Milliarden USD zustimmten.
Das PeopleSoft-Führungsgremium hat dieses von Oracle schon einmal erhöhte Gebot aber bereits zurückgewiesen.
PeopleSoft lehnt neues Oracle-Angebot abHauptprofiteur SAP
Oracle war PeopleSoft am Dienstag entgegengekommen. Das Unternehmen hatte eine von PeopleSoft strikt abgelehnte Forderung fallen gelassen, die sich auf Änderungen bei dessen Übernahmeangebot für den Konkurrenten J.D. Edwards bezog.
Allerdings hatte eine PeopleSoft-Sprecherin gesagt, dieser Schritt habe keinerlei Bedeutung für PeopleSoft, solange Oracle weiterhin rechtlich gegen die geplante Übernahme von J.D. Edwards vorgehe. Ein Zusammenschluss von PeopleSoft und J.D. Edwards würde Oracle den zweiten Platz hinter SAP streitig machen.
Hauptprofiteur des Übernahmegerangels um PeopleSoft ist nach Einschätzung von Branchenexperten SAP. Die anhaltend ungeklärte Situation verunsichere die Kunden von Oracle und PeopleSoft und treibe sie in die Arme von SAP, sagen Experten.
