PeopleSoft lehnt neues Oracle-Angebot ab
Die Vorstandsetage von PeopleSoft hat Oracles erhöhtes Übernahme-Angebot von nunmehr 6,3 Milliarden USD wiederum einstimmig abgelehnt. Auch die Aktionäre hat das Unternehmen aufgerufen, das Angebot abzulehnen.
Das Angebot sei nicht adäquat und eine Übernahme würde zudem geltendes Kartellrecht verletzen, so die Begründung. Ein Oracle-Sprecher beschuldigte daraufhin das PeopleSoft-Management der Ignoranz gegenüber seinen Anteilseignern.
Laut PeopleSoft würde eine Übernahme von den US-Regulierungsbehörden voraussichtlich nicht genehmigt werden, zudem sei das Angebot trotz der Erhöhung immer noch nicht ausreichend. Dazu komme noch Oracles Absicht, PeopleSoft Produkte nach der Übernahme nicht mehr vertreiben zu wollen, so PeopleSoft in seiner Begründung weiter.
Oracle hatte am Mittwoch sein Angebot pro PeopleSoft-Aktie von bisher 16 auf 19,50 USD erhöht. Das Gesamtvolumen des Geschäfts würde damit auf rund 6,3 Mrd. USD steigen. Analysten sehen vor allem SAP als Nutznießer der Übernahmeschlacht, da sich einige der Kunden der beiden Fusionskandidaten nun SAP zuwenden könnten.
Oracle gegen PeopleSoftKunden besorgt
Mehrere wichtige Kunden von PeopleSoft haben sich besorgt gezeigt, dass eine Übernahme durch den weltweit zweitgrößten Software-Hersteller und SAP-Konkurrenten ihre Geschäfte schädigen und zu Millioneneinbußen führen könnte.
