Ex-Manager wegen Betrugs in Haft
Ein ehemaliger Angestellter des weltgrößten Software-Konzerns Microsoft ist am Montag verhaftet worden, da er angeblich Software im Wert von 17 Millionen USD [rund 14,7 Millionen Euro] Gewinn bringend weiterverkauft hatte.
Dem 43-jährigen Mann wird den Gerichtsakten zufolge vorgeworfen, über ein firmeninternes System 5.436 Software-Teile zum Einkaufspreis bestellt und anschließend mit Gewinn weiterverkauft zu haben.
Überdies sei er wegen Betrugs in 62 weiteren Fällen angeklagt worden.
Mit dem dadurch erwirtschafteten Gewinn von neun Mio. USD kaufte er einen Ferrari F355 Berlinetta, einen Jaguar XJ6, einen Hummer H1, einen Mercedes 500 SEL, eine Harley-Davidson, eine Yacht und weitere Luxusartikel.
MS-Mitarbeiter verkauften unerlaubt SoftwareSchon im Dezember verhaftet
Der ehemalige Projektkoordinator, der an der Entwicklung des Microsoft-Betriebssystems Windows beteiligt war, wurde schon im Dezember vergangenen Jahres entlassen.
Sein Fall habe das US-Unternehmen unter anderem dazu veranlasst, eine konsequentere Anti-Diebstahl-Politik zu verfolgen, teilte Microsoft mit.
Laut der MS-Policy können Mitarbeiter Software im hauseigenen Shop billiger erstehen, aber nur für den eigenen Gebrauch verwenden und dürfen sie unter keinen Umständen weiterverkaufen.
