MS-Mitarbeiter verkauften unerlaubt Software
Microsoft hat gegen einige seiner Mitarbeiter disziplinarische Maßnahmen gesetzt, weil diese unerlaubterweise Software, die sie als Mitarbeiter billiger bezogen haben, weiterverkauft haben.
Welche Maßnahmen gesetzt wurden und wie viele Mitarbeiter davon betroffen sind wurde nicht bekannt. "Es sind Fälle von Policy-Verletzungen aufgetreten und wir haben entsprechende Maßnahmen gesetzt", so die Sprecherin des Softwarekonzerns.
Laut der MS-Policy können Mitarbeiter Software im hauseigenen Shop billiger erstehen, aber nur für den eigenen Gebrauch verwenden und dürfen sie unter keinen Umständen weiterverkaufen.
Durch Raubkopien entgehen dem Konzern jährlich Milliarden USD an Einnahmen. In China sollen 92 Prozent aller Business-Softwareapplikationen Raubkopien seien, was alleine US-Herstellern einen Einnahmenverlust von 1,14 Mrd. USD im Jahr 2001 beschert hat.
Microsoft macht in China nur VerlusteNeun Mio. USD durch Weiterverkauf
Der Redmonder Konzern hatte eigens Detektive damit beauftragt Nachforschung anzustellen, nachdem Daniel Feussner, ein früherer Manager, im Dezember letzten Jahres wegen Verletzung der internen Policy verhaftet [und gekündigt] wurde.
Feussner hatte nachweislich tief reduzierte Software gekauft und an andere Firmen zum Gebrauch weiterverkauft, so die Sprecherin von Microsoft.
Mit dem dadurch erwirtschafteten Gewinn von neun Mio. USD kaufte er einen Ferrari F355 Berlinetta, einen Jaguar XJ6, einen Hummer H1, einen Mercedes 500 SEL, eine Harley-Davidson, eine Yacht und weitere Kleinodien.
Feussner ist im Moment enthaftet und wartet auf seine Gerichtsverhandlung.
