Microsoft macht in China nur Verluste
Microsoft schreibt in China seit zehn Jahren ausschließlich Verluste.
Wie die "South China Morning Post" [SCMP] unter Berufung auf einen Bericht in der nächsten Ausgabe des "Forbes"-Magazins mitteilte, werde der Konzern auch in den nächsten fünf Jahren im Reich der Mitte Geld verlieren.
Microsoft kämpft demnach mit der in China grassierenden Software-Piraterie.
MS investiert 750 Mio.USD in China
Microsoft hat erst 2002 angekündigt, innerhalb der nächsten drei
Jahre 750 Millionen USD in China zu investieren. Diese Verbindung
markiert die größte Kooperation Chinas mit einem ausländischen
Software-Konzern.
Microsoft will "chinesische IT-Szene beleben"92 Prozent der Business-Software kopiert
Das Blatt zitiert einen Bericht der "International Intellectual Property Alliance", wonach in China 92 Prozent aller Business-Softwareapplikationen Raubkopien seien, was alleine US-Herstellern einen Einnahmenverlust von 1,14 Mrd. USD im Jahr 2001 beschert hat.
Microsoft selbst hätte demnach 400 Mio. USD im Jahr erlösen müssen, wären alle seine Softwarelizenzen bezahlt worden. Tatsächlich beläuft sich der Umsatz des Redmonder Konzerns in China auf lediglich 85 Mio. USD.
Microsofts Engagement im Land des Lächelns wird auch zumindest in den nächsten fünf Jahren noch verlustträchtig sein. Aber der Softwarekonzern kann warten.
"Das ist eine langfristige Angelegenheit", sagte Microsofts China-Stratege Craig Mundie. "Sind wir glücklich, dass wir über zehn oder 20 Jahre nur so wenig einnehmen? Definitiv ja."
Enorme Wachstumsraten
Microsoft locken vor allem die enormen wirtschaftlichen
Wachstumsraten in dem Riesenreich. So gab es bisher im Land nur 36
Mio. PCs ¿ noch in diesem Jahr soll die diesbezügliche Ausstattung
aber jene Japans übertreffen.
Mehr Surfer und mehr Zensur in China
