04.02.2003

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Bildquelle: fuZo

Microsoft macht in China nur Verluste

Microsoft schreibt in China seit zehn Jahren ausschließlich Verluste.

Wie die "South China Morning Post" [SCMP] unter Berufung auf einen Bericht in der nächsten Ausgabe des "Forbes"-Magazins mitteilte, werde der Konzern auch in den nächsten fünf Jahren im Reich der Mitte Geld verlieren.

Microsoft kämpft demnach mit der in China grassierenden Software-Piraterie.

92 Prozent der Business-Software kopiert

Das Blatt zitiert einen Bericht der "International Intellectual Property Alliance", wonach in China 92 Prozent aller Business-Softwareapplikationen Raubkopien seien, was alleine US-Herstellern einen Einnahmenverlust von 1,14 Mrd. USD im Jahr 2001 beschert hat.

Microsoft selbst hätte demnach 400 Mio. USD im Jahr erlösen müssen, wären alle seine Softwarelizenzen bezahlt worden. Tatsächlich beläuft sich der Umsatz des Redmonder Konzerns in China auf lediglich 85 Mio. USD.

Microsofts Engagement im Land des Lächelns wird auch zumindest in den nächsten fünf Jahren noch verlustträchtig sein. Aber der Softwarekonzern kann warten.

"Das ist eine langfristige Angelegenheit", sagte Microsofts China-Stratege Craig Mundie. "Sind wir glücklich, dass wir über zehn oder 20 Jahre nur so wenig einnehmen? Definitiv ja."