Microsoft will "chinesische IT-Szene beleben"
Microsoft will groß in den chinesischen Markt einsteigen. Innerhalb der nächsten drei Jahre will der Softwareriese 750 Millionen USD in China investieren.
CEO Steve Ballmer hat bereits einen Vorvertrag [Memorandum of Understanding] mit der staatlichen chinesischen Entwicklungs-Planungs-Kommission [State Development Planning Commission/SDPS] geschlossen.
Diese Verbindung markiert die größte Kooperation Chinas mit einem ausländischen Software-Konzern. Obwohl China im Hardware-Bereich bereits ein Riese ist, war der chinesische Software-Markt im Vorjahr "nur" 1,5 Milliarden USD schwer und somit der 15-größte derWelt.
Ob Microsoft mit dieser Vereinbarung die in China florierende Software-Piraterie, die dem Riesen aus Redmond jährlich Milliarden kostet, eindämmen will, darüber kann nur spekuliert werden.
Dezember 2001: Ein "Piratennest" tritt der WTO beiChinesische IT-Szene beleben
Der Deal mit der chinesischen Regierung beinhalte ein weites Spektrum an Leistungen und soll die chinesische IT-Szene beleben, so Ballmer. Dazu zählen beispielsweise Outsourcing-Projekte, Trainings oder Forschung und Entwicklung.
China selbst habe die Zusammenarbeit an keine spezifischen Bedingungen geknüpft. "Wir wollen, dass der chinesische Markt wächst. Der Erfolg von Microsoft in einem Land hängt immer auch von der lokalen Industrie dieses Landes ab. Und was gut für eine lokale Wirtschaft ist, ist auch gut für Microsoft", meinte Ballmer.
Neben den 750 Millionen USD will Microsoft zusätzlich 24 Millionen USD in diverse chinesische Forschungseinrichtungen investieren und 480.000 USD zum Aufbau eines Software-Colleges in Shanghai zuschießen.
