Nintendo gewinnt gegen Mod-Chip-Händler
Nintendo hat den nach eigenen Angaben "wichtigsten Sieg im Kampf gegen Raubkopierer" errungen.
Ein Rechtsstreit zwischen dem japanischen Videospiel- und Konsolenhersteller und der in Hong Kong ansässigen Firma Lik Sang, wurde nun zu Gunsten von Nintendo beendet.
Lik Sang hatte Geräte hergestellt und verkauft, die es ermöglichen, den Kopierschutz von Nintendo-GameBoy-Spielen zu umgehen und diese beliebig oft zu vervielfältigen.
Ein Gericht in Hong Kong untersagte nun den weiteren Vertrieb des Produktes und verurteilte das Unternehmen zu einer Strafe von fünf Mio. Hong Kong-Dollar [551.000 Euro].
Nintendo wollte ursprünglich 20 Millionen USD [rund 17 Mio. Euro] als Ausgleichszahlungen für verlorene Umsätze in den Jahren 2001 und 2002. Der Hersteller geht davon aus, letztes Jahr aufgrund von Piraterie rund 650 Millionen USD [rund 560 Mio. Euro] verloren zu haben.
GameCube vom Aussterben bedrohtChina als nächster "Zielmarkt"
Dies sei ein wichtiger Fall für Nintendo im Kampf gegen die Quelle der Internetpiraterie, so Jodi Daugherty, Chef der Anti-Piraterie-Abteilung bei Nintendo in den USA.
Man wolle nun weitere aggressive Schritte in China unternehmen, der als nächster großer Piraterie-Markt nach Taiwan im kommen sei.
Die Konsolenhersteller fahren mit ihrer Hardware durchwegs Verluste ein, Gewinnbringer sind vor allem der Verkauf der dazugehörigen Spiele.
