Erste Bank erhöht TA-Kursziel
Die Privatisierungserwartung habe zugenommen, daher haben die Analysten der Erste Bank das Anlagevotum für die Aktien der Telekom Austria [TA] von "Accumulate" auf "Buy" nach oben gesetzt.
Der geplante Aktienrückkauf begrenze das Kursrisiko, die TA erfülle zudem die Akquisitionskriterien der Swisscom.
Das Institut erhöht das Kursziel von 10,50 auf zwölf Euro, nachdem die Swisscom "es sich leisten kann, eine signifikante Prämie auf den aktuellen Aktienpreis zu zahlen", heißt es in einer aktuellen Kurzanalyse der Erste Bank.
TA "attraktiver Übernahmekandidat"
Die TA sei ein attraktiver Übernahmekandidat auf Grund der
Bereitschaft der Staatsholding ÖIAG und der Telecom Italia, ihre
Anteile zu verkaufen. Darüber hinaus sei die TA auch ein
potenzieller Käufer, und zwar der bulgarischen MobilTel. Das sollte
zu wieder belebtem Wachstum führen.
Keine Entscheidung über TA-VerkaufVolle Privatisierung unwahrscheinlich
Nichtsdestotrotz äußerten die Aktienexperten die Befürchtung, die Akquisition in Südosteuropa könne überteuert durchgeführt werden.
Zudem verliere die Wiener Börse bei einem Aufkauf der TA ein wichtiges Mitglied.
Die Analysten halten eine volle Privatisierung des 47,2-prozentigen Anteils der ÖIAG für unwahrscheinlich, da die Staatsholding aller Voraussicht nach die Sperrminorität halten wollen werde. Vielmehr sei ein Anteil von 22,2 Prozent der ÖIAG und die 14,8 Prozent der Telecom Italia für einen potenziellen Käufer interessant.
Spekulationen um Swisscom-Einstieg
Seit Monaten kursieren Gerüchte über einen Einstieg der Swisscom
bei der TA. Die Telecom Italia [TI] wird sich voraussichtlich bis
spätestens 2004 aus der TA zurückziehen, was Finanzkreise als
Einstiegsmöglichkeit der Swisscom interpretieren.
Was Swisscom für die TA zahlen könnte
