Schon 17.001 Dollar für Sealand-Kauf
Rege Diskussionen über eigenen Piratenstaat
Wie die skandinavischen Datenfreibeuter von The Pirate Bay am Dienstag in ihrem Weblog bekannt gegeben haben, sind in den ersten vier Tagen ihrer Aktion Buysealand.com schon 17.001 US-Dollar an Spenden zusammengekommen. Die Gruppe befindet sich bereits in Verhandlungen mit den bisherigen Eigentümern von Sealand.
Noch viel zu tun
Der genaue Preis von Sealand ist bisher unbekannt. In dem Blog-Eintrag, auf dem die Piraten ankündigten, mitbieten zu wollen, schrieben sie von "vielleicht zwei Milliarden US-Dollar". Den bisherigen Eigentümern unter "Fürst" Roy Bates dürfte der Unabhängigkeitswillen der Piraten jedenfalls gefallen.
Die Anti-Copyright-Aktivisten wollen die zum Verkauf stehende ehemalige britische Flakplattform in der Nordsee kaufen, um dort einen eigenen Staat ohne Copyright-Gesetze einzurichten. Jeder Spender soll Bürger des neuen Landes werden und Recht auf einen Reisepass bekommen.
Her mit dem Geld, Bono!
In den Foren wird unterdessen eifrig über die Gesetze des neuen Staates und über neue Geldquellen diskutiert. Ein Forenteilnehmer schlug vor, U2-Sänger Bono mit der Idee anzupumpen, unter dem Schutz von Sealand billige Kopien von AIDS-Medikamenten herzustellen.
Falls der Sealand-Deal scheitern sollte, will die Gruppe stattdessen eine eigene Insel kaufen, um dort ihre Vorstellungen einer Gesellschaft ohne Copyright zu verwirklichen. Im Gespräch ist unter anderem die für knapp 14 Millionen Euro zum Verkauf stehende Ile de Caille vor der Küste Grenadas.
