PirateBay-Macher wollen Sealand kaufen

arr!
12.01.2007

Sammlung für eigenen Piratenstaat

Die schwedischen Datenfreibeuter von PirateBay wollen den international nicht anerkannten "Mikrostaat" Sealand kaufen. Sealand besteht aus einer Flak-Plattform, die im Zweiten Weltkrieg vom britischen Militär in die Nordsee gestellt wurde.

Die Besonderheit an Sealand ist, dass die Plattform außerhalb der britischen Hoheitsgewässer liegt und damit auch außerhalb der Reichweite britischer Gesetze. Sealand-Betreiber Roy Bates muss sein Mini-Reich verkaufen, weil im Juni 2006 ein Feuer die Plattform verwüstete und er auf den Löschkosten von umgerechnet 860.000 Euro sitzenblieb.

Die schwedischen Piraten schätzen, dass für den Erwerb der Plattform zirka zwei Milliarden US-Dollar zusammenkommen müssten. "Aber das ist uns egal", heisst es im PirateBay-Blog. Zur Not würde man sich auch mit einer anderen Insel zufrieden geben, um den Traum eines eigenen Landes ohne Copyright zu verwirklichen.