Ex-Besitzer bietet für Vivendi-Unterhaltung
Das Investorenteam um den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden von Vivendi Universal, Edgar Bronfman jr., für den Rückkauf der Unterhaltungssparte des Unternehmens ist komplett. Bronfman hatte als Chef des kanadischen Getränkekonzerns Seagram die Unterhaltungssparte gekauft und sie dann im Dezember 2000 an Vivendi veräußert.
Dem Konsortium gehöre die Blackstone Group an, die bereits 50 Prozent des Freizeitpark-Geschäfts von Vivendi besitze, berichtete die "New York Times" am Donnerstag in ihrer Online-Ausgabe.
Dazu gehöre auch Thomas H. Lee Partners, die bereits Vivendi-Vermögenswerte erworben hätten, darunter den Buchverleger Houghton Mifflin. Edgar Bronfman sr. wolle ebenfalls Geld einbringen. Blackstone und Thomas H. Lee sind Investmentfirmen. Sie würden zu den Investoren stoßen, die bereits Teil der Bronfman-Gruppe seien, darunter die Kabelfernsehfirma Cablevision, Merrill Lynch und Wachovia Securities.
Vivendi will Unterhaltungssparte verkaufenErnsthaftes Angebot möglich
Zur Unterhaltungssparte von Vivendi Universal gehören die Musikfirma Universal Music Group, das Filmstudio Universal Pictures, die Vivendi Universal Entertainment mit ihren Kabel-TV-Kanälen USA und Sc-Fi-Channel, eine TV-Produktionssparte und eine Beteiligung an dem Freizeitpark-Geschäft.
Dem Bericht zufolge ist die Sparte 18 bis 22 Mrd. USD [bis zu 18,7 Mrd. Euro] wert. Die Gruppe um Bronfman habe bereits drei bis vier Mrd. USD aufgebracht, genug, um ein ernsthaftes Angebot zu machen.
Sie wolle eine Kontrollmehrheit von 70 Prozent der Vivendi-Unterhaltungsvermögenswerte erwerben. Vivendi solle eine kleine Beteiligung behalten.
