Microsoft will weiter um München kämpfen
Microsoft Deutschland will laut einem Zeitungsbericht weiter um die Ausstattung der 14.000 Computer der Stadtverwaltung München kämpfen.
Unternehmenschef Jürgen Gallmann wolle die Entscheidung der Stadt nicht hinnehmen, auf das Konkurrenzsystem Linux umzusteigen, schreibt das Magazin "Capital". Er habe das günstigere Angebot gemacht.
Gallmann setzt nun auf eine Intervention der CSU und der Regierung von Oberbayern.
Auftrag über 30 Mio. Euro
Als erste deutsche Großstadt entschied München, die städtischen
Computer vom Microsoft-Betriebssystem Windows auf das freie
Betriebssystem Linux umzustellen. Die Kosten der mehrere Jahre
dauernden Umstellung werden einschließlich Personal- und
Schulungskosten auf knapp 30 Millionen Euro taxiert.
München steigt auf Linux umMS-Angebot um zehn Mio. Euro günstiger
Die CSU-Stadtratsfraktion will die Entscheidung von der zuständigen Regierung von Oberbayern untersuchen lassen.
"Schließlich hätte der Steuerzahler [bei einer Entscheidung zu Gunsten von Microsoft] zehn Millionen Euro sparen können", so Stadtrat Robert Brannekämper [CSU].
Die Stadt München lehnte mangels Kenntnis der angeblichen CSU-Pläne einen Kommentar zunächst ab.
"Verlieren Sie unter keinen Umständen gegen Linux", führte Microsoft-Vertriebschef Orlando Ayala die Strategie des Softwaregiganten in einer E-Mail an die Microsoft-Führungsriege aus.
Diskont-Offensive gegen Linux
