Vegas-Kasino schließt Online-Spielhalle
Nachdem MGM Mirage im letzten Jahr als erstes Las-Vegas-Kasino eine Filiale im Internet eröffnet hat, muss die Website Ende dieses Monats schon wieder ihre Pforten schließen.
Der Spielhallen- und Hotelbetreiber hatte über fünf Millionen USD in den Aufbau des Online-Spielkasinos gesteckt und auf lukrative Einnahmen gehofft.
"Unglücklicherweise ist die Legalität von Online-Glücksspielen in den USA und vielen anderen Ländern immer noch nicht eindeutig geregelt", begründet Mirage-Chef Terry Lanai den Rückzug.
"Die Kasinos aus Las Vegas haben den Riesenvorteil, legal zu sein und Gewinne zuverlässig auszuzahlen. Sie verfügen bereits über umfangreiche Kundendatenbanken und existieren auch in der realen Welt außerhalb des Internets", so MGM Mirage noch zur Eröffnung.
Vegas-Kasinos setzen auf das InternetGerichtsstand auf der Isle of Man
Der angesehene Entertainment-Konzern hatte es satt, das lukrative Online-Geschäft der wachsenden Anzahl an Offshore-Anbietern überlassen zu müssen, und startete das Online-Projekt außerhalb der rechtlichen Zuständigkeit der USA, mit Gerichtsstand auf der Isle of Man in der Irischen See.
Die Spiele waren zwar für jedermann ab 18 Jahren zugänglich, aber nur Personen aus sechs Ländern [Großbritannien, Portugal, Spanien, Irland, Südafrika und Neuseeland] außerhalb der USA durften auch Geld setzen.
Um US-Bürgern den Zutritt zum Online-Glücksspiel zu verwehren, nutzte MGM eine Software, die zur geografischen Verifizierung eingesetzt wurde.
Online-Glücksspiel illegal
Die Las-Vegas-Spielkasinos fürchten nun, weiterhin vom drei bis
vier Milliarden USD schweren Online-Wettmarkt ausgesperrt zu
bleiben. In den USA selbst ist Online-Glücksspiel überall außer in
Nevada untersagt.
Erstes deutsches Online-Roulette startetNeustart möglich
Sollte das Internet-Wetten in den USA doch einmal erlaubt werden, sei aber jederzeit ein schneller Neustart des Online-Auftritts möglich, so Mirage-Sprecher Alan Feldman.
