US-Marsmission verschoben
Die US-Marsmission ist heute durch dicke Regenwolken auf der Erde verzögert worden. Zwei Stunden vor dem für Sonntag 14.05 Uhr [20.05 Uhr MESZ] geplanten Start des Mars- Rovers gab die US-Raumfahrtagentur die Verschiebung bekannt. Ein neuer Anlauf solle am Montag wieder gegen 14.00 Uhr unternommen werde, sagte ein Sprecher am Sonntag.
Allerdings sind auch die Wetteraussichten für Montag nicht ungetrübt. Sollte es aber auch am Montag nicht klappen, bleiben in den kommenden Tagen noch genügend Startfenster. Dem ersten Rover soll Ende Juni ein baugleicher Zwillingsroboter folgen.
Kurz vor dem geplanten Start des ersten Mars- Landeroboters der NASA haben die Rover aber immerhin einen Namen bekommen. Die beiden Zwillingsroboter heißen "Spirit" und "Opportunity". "Spirit" sollte eigentlich noch am Sonntag zu seiner sieben Monate langen Reise aufbrechen.
Die NASA und der Spielzeugkonzern Lego hatten gemeinsam einen Wettbewerb ausgeschrieben, an dem Tausende amerikanische Schüler teilnahmen. Sie reichten Vorschläge für die Namen ein, unter denen ein Gremium dann die Siegerin auswählte - eine Drittklässerin. Bisher waren die Rover nur als "MER-A" und "MER-B" [Mars Exploration Rover] bekannt.
Beagle zwei
Bereits am Montag hatte die Europäische Weltraumagentur ESA ihre
Sonde "Mars-Express" auf die sechs Monate lange Reise zum Roten
Planeten gebracht, wo das Landefahrzeug "Beagle 2" ebenfalls nach
Spuren von Leben suchen soll. Im Gegensatz zu den amerikanischen
Rovern ist "Beagle 2" aber nicht mobil.
Ein "Begleitfahrzeug" bringt die Sonde auf den Roten PlanetenWas Robots am Mars so tun
Beide Roboter werden im Januar den Mars erreichen und dann mit Hilfe von Fallschirmen auf dem Roten Planeten landen.
Die 180 Kilogramm schweren sechsrädrigen Fahrzeuge werden drei Monate lang den Mars erkunden und dabei vor allem nach Wasser und Lebensspuren suchen.
Die Rover sind mit Panoramakameras ausgestattet, so dass Interessierte auf der Erde die Exkursionen im Fernsehen und im Internet verfolgen können.
Der Leiter der gesamten Mission, Rudolf Schmidt, stammt aus Österreich. An zahlreichen Einzelprojekten und -experimenten sind zudem österreichische Wissenschaftler beteiligt.
Das ESA Projekt, technisch
