Nullsoft-Gründer verlässt Unternehmen
Nullsoft-Gründer Justin Frankel kündigt auf seiner Website an, das Unternehmen [Nullsoft und damit AOL] zu verlassen.
Damit scheint er aus den Ereignissen der letzten Tage seinen eigenen Schlüsse gezogen zu haben, die ihn nach eigenen Angaben dazu veranlassen, etwas Neues machen zu wollen.
Franklin hatte die P2P-Software Waste in der Nacht auf Donnerstag auf der Nullsoft-Seite zum Download bereitgestellt. Er veröffentlichte das Programm unter GPL und stellte den Source-Code ebenfalls online.
Einen Tag später wurde das Programm von AOL wieder zurückgezogen und stattdessen ein Hinweis publiziert, dass Besitzer von Kopien diese löschen sollten.
Waste erlaubt es Gruppen von etwa 50 Personen, sichere und private Filesharing-Netzwerke aufzubauen, und ermöglicht seinen Benutzern das Suchen und Downloaden von Files. Zudem beinhaltet es ein Instant-Messaging-Feature.
Nullsoft muss P2P-Software zurückziehenKontrolle des "Selbstausdrucks"
Frankel begründet den Schritt damit, dass Programmieren für ihn eine Art des Selbstausdrucks sei. Alles, was er dabei produziere, gehöre der Firma [AOL] und werde von dieser kontrolliert.
Für ihn als Individuum sei es nicht akzeptabel, dass die Firma seinen Selbstausdruck kontrolliere, daher wolle er gehen. Er wisse noch nicht, wann, aber er werde nicht mehr sehr lange bleiben. Er sei jedoch voller Respekt für AOL.
Frankel ist Autor des MP3-Players Winamp. Seine Firma Nullsoft wurde im Juni 1999 von AOL für knapp 400 Mio. USD gekauft. Seither macht Frankel der Mutterfirma immer wieder Probleme mit eigener Software wie Gnutella.
