Nullsoft muss P2P-Software zurückziehen
AOL Time Warner versucht Software seiner Tochterfirma Nullsoft zu stoppen.
Die Software Waste wurde in der Nacht auf Donnerstag vom 24-jährige Nullsoft-Gründer Justin Frankel auf die Nullsoft-Website gestellt und einen Tag später zurückgezogen.
Waste erlaubt es Gruppen von etwa 50 Personen, sichere und private Filesharing-Netzwerke aufzubauen, und ermöglicht seinen Benutzern das Suchen und Downloaden von Files. Zudem beinhaltet es ein Instant-Messaging-Feature.
Mittlerweile informiert AOL auf der Site darüber, dass die Veröffentlichung nicht autorisiert war, und fordert die User auf, ihre Kopien wieder zu löschen.
Die Warnung von AOLFrankel veröffentlichte das Programm unter der GPL und stellte den Source-Code zum Download bereit. Das Programm findet mittlerweile schon einige Verbreitung im Netz.
Mirror der vorigen Version der SiteBereits Gnutella veröffentlicht
Frankel ist der Autor des MP3-Players Winamp. Seine Firma Nullsoft wurde im Juni 1999 von AOL für knapp 400 Mio. USD gekauft. Seither macht Frankel der Mutterfirma immer wieder Probleme mit eigener Software.
Die Software Gnutella war im März 2000 ebenfalls auf der Nullsoft-Homepage einige Stunden erhältlich, bevor AOL es beseitigte.
Auch einem Gratis-Add-on für den Winamp Player sowie AIMazing, einer Software, die Werbebanner vom AOL-Instant-Messenger durch Musik ersetzte, widerfuhr ein ähnliches Schicksal.
