Telekom Austria verabschiedet 520 Mitarbeiter

PERSONALABBAU
23.10.2009

Das Programm der Telekom Austria (TA) zum Personalabbau laufe schneller als programmiert, so Unternehmenschef Hannes Ametsreiter am Freitag. Bis zum Jahresende sollen 1.250 Stellen abgebaut werden.

520 Mitarbeiter hätten bisher das Angebot zum vorzeitigen Ausscheiden angenommen, deutlich mehr als geplant. Schleppend, aber doch geht der Wechsel von TA-Beamten zur Polizei über die Bühne. Neun Mitarbeiter hätten bisher den Sprung gewagt, weitere 17 würden derzeit gerade ausgewählt. Es sei ein "Projekt, das sich gut anlässt", so Ametsreiter.

Osteuropa-Geschäft "zuletzt schwierig"

Das Geschäft in Osteuropa "war zuletzt schwierig, aber wir glauben daran", sagte Ametsreiter am Freitag in Wien auf der Gewinn-Messe. Als Beispiel nannte er Weißrussland, wo es zwar ein Wachstum des Geschäfts von 20 bis 30 Prozent gebe, zugleich aber auf Dollar-Basis eine Abwertung um mehr als ein Viertel. Liquidität sei aber kein Problem, da sich die TA über einen Bond Geld beschafft habe. Außerdem habe man die Preise um zwölf Prozent erhöht.

Ametsreiter wiederholte sein Versprechen, als Dividende mindestens 75 Cent je Aktie auszuzahlen. Das entspreche derzeit einer Rendite von sechs Prozent, warb er um neue Aktionäre.

"Festnetz im Vergleich zu Mobilfunk zu teuer"

Das Festnetz sei derzeit im Vergleich zum Mobilfunk zu teuer, räumte Ametsreiter auf eine Frage aus dem Publikum ein. Allerdings verhindere die Regulierungsbehörde, dass die TA ein Kombipaket aus Festnetz, Internet und Mobiltelefonie um 19,90 anbietet. Wenn nun Hutchison um neun Euro drei Gigabyte Daten im Mobilnetz anbiete, seien Pakete im Festnetz ab 20 Euro zu hoch. Ihm seien aber die Hände gebunden. Ametsreiter würde sich auch Flatrates für das Festnetz wünschen, wie sie in Deutschland möglich seien, in Österreich aber vom Regulator untersagt würden.

Steigender Absatz von Alarmanlagen

Sehr gut laufe derzeit der Absatz von Alarmanlagen. 15.000 Haushalte seien ausgestattet, täglich würden 50 bis 100 verkauft. Sobald ein Bundesland eine Förderung - von bis zu einem Drittel der Kosten - auflege, gebe es einen Schub. In einem weiteren Bundesland werde es bald so weit sein. Hier sei die Zusammenarbeit mit der Polizei auch sehr gut - "eventuell sogar mit ehemaligen Telekom-Austria-Mitarbeitern", so Ametsreiter mit Augenzwinkern.

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(APA)