Frankfurt startet Test für E-Pass-Kontrollen
Automatische Passkontrollen für Besitzer von Chipreisepässen
Reisende auf dem Flughafen im deutschen Frankfurt können ihren Pass seit Freitag von einem Automaten überprüfen lassen. Die Bundespolizei nahm die neue Identitätskontrolle als deutschlandweit ersten Prototyp in Betrieb. Die Maschine liest den Pass aus und fotografiert die Gesichter der Reisenden.
Die Bilder werden dann bei jedem Fluggast für eine Fahndungsabfrage genutzt - Gesetze erlauben das. Ist alles in Ordnung, öffnet sich das Tor für den Reisenden, und er kann passieren. Das Gerät kann aber nur von Fluggästen genutzt werden, die einen Reisepass mit einem Speicherchip (E-Pass) für biometrische Daten wie den Fingerabdruck besitzen.
Sechsmonatiger Testlauf
Laut Bundespolizei soll die Kontrollmaschine Wartezeit verkürzen und helfen, Personal einzusparen. Das kann dann beispielsweise für mehr Patrouillen eingesetzt werden. Der Datenschutz bleibe bei der neuen Maschine gewahrt, sagte Bernd Kowalski vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik.
Alle ausgelesenen Daten werden nach dem Überprüfen gelöscht. Nach dem sechsmonatigen Testlauf in Frankfurt sollen die Automatikkontrollen auch auf dem Flughafen in München eingesetzt werden.
(dpa)
