Fingerabdrücke auch im Personalausweis
In Deutschland sollen nach dem Vorbild der Reisepässe künftig offenbar auch in den Personalausweisen Fingerabdrücke gespeichert werden.
Das Münchner Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete am Samstag in einer Vorausmeldung über einen entsprechenden Gesetzesentwurf des deutschen Innenministers Wolfgang Schäuble.
Der CDU-Politiker muss sich allerdings auf Widerstand des Koalitionspartners einstellen. Der SPD-Politiker Sebastian Edathy sagte, er sehe durch die Speicherung des Fingerabdrucks "keinen Sicherheitsgewinn gegenüber den herkömmlichen Ausweisen". In der SPD werde der Vorschlag Schäubles mit "erheblicher Skepsis" gesehen, sagte der Vorsitzende des Innenausschusses im deutschen Parlament.
Der CSU-Politiker Hans-Peter Uhl verteidigte den geplanten Personalausweis dagegen. "Der E-Ausweis erfüllt europäische Standards", wird er vom "Focus" zitiert.
Seit dem 1. November 2007 werden in neuen Reisepässen in Deutschland die Fingerabdrücke elektronisch auf einem Chip im Passdeckel gespeichert. Ziel der Umstellung war es, den Pass fälschungssicher zu machen und Grenzkontrollen zu erleichtern. In österreichischen Pässen sollen die Abdrücke der beiden Zeigefinger des Inhabers ab kommendem Jahr gespeichert werden.
(APA | AP)
