Glasfaser-Standard für Enduser-Anschlüsse
Die drei größten regionalen Telekom-Gesellschaften der USA wollen einen gemeinsamen Standard für Glasfaserleitungen zu Privathaushalten ["Fiber-to-the-Home", FTTH] entwickeln.
Verizon, Bell South und SBC Communications haben sich nach eigenen Angaben bereits auf die grundlegenden technischen Details geeinigt. Die drei Baby-Bells wollen damit vor allem die Kosten für die Infrastruktur drücken.
Durch das gemeinsame Auftreten soll auch den Infrastrukturanbietern die Entwicklung der benötigten optischen Hardware erleichtert werden. Sie haben bereits einen Brief an die Produzenten von Infrastruktur gerichtet, um Angebote für FTTH-Geräte einzuholen.
Optische Switches für Enduser-AnschlüsseGlas statt Kupfer
Die lokalen Telekommunikationsgesellschaften kommen zurzeit in den USA verstärkt unter Druck der Kabelgesellschaften, die sich zu den größten Anbietern von Breitbanddiensten aufgeschwungen haben und auch Telefonservices anbieten. Mit Glasfaser bis in die Wohnung hoffen sie wieder an Boden gut zu machen.
Bisher waren die Telefongesellschaften allerdings noch etwas zögerlich bei der Umsetzung von FTTH, da die Richtlinien der Federal Communication Commission [FCC] die neuen Technologien wie Glasfaser nicht berücksichtigen.
Die Baby-Bells erwarten sich in nächster Zeit eine Klärung der FCC zu neuen Technologien wie FTTH. Insbesondere soll abgeklärt werden, in welchem Umfang Glasfaserleitungen entbündelt werden müssen.
Die FCC hat bereits im vergangenen Februar angedeutet, dass Glasfaserleitungen vorerst von der Entbündelung ausgenommen bleiben.
