Optische Switches für Enduser-Anschlüsse
Die Entwicklungsabteilung von Xerox hat einen Chip vorgestellt, der die Kosten für Glasfaserleitungen zum Enduser dramatisch reduzieren könnte.
Die Forscher integrierten erstmals optische Switches und Lichtleiter auf einem Chip von der Größe einer Fingerkuppe. Das System ist angeblich zehn bis 100 Mal kleiner als bisherige optische Switches.
Damit wird Infrastrukturanbietern die Herstellung von billigen Netzwerkkomponenten ermöglicht, die in kleine Geräte eingebaut werden können.
Der Chip übernimmt die Funktion eines "Reconfigurable Optical Add/Drop Multiplexer" [R-OADM], der den Internet-Verkehr von einer auf mehrere Datenleitung aufteilt beziehungsweise zusammenführt. "Mit dem Xerox-Switch kann ein ganzer R-ODAM auf einer Fläche von zwei mal 1,5 Zentimetern komprimiert werden", erklärte Joel Kubby, Technischer Manager in Xerox' "Wilson Center for Research and Technology" in Webster. "Unsere Technologie erlaubt die lokale Installation von Systemen, selbst auf Telefonmasten." Xerox hofft, dass diese Technologie einen neuen Anstoß für den Ausbau von Glasfasernetzen geben könnte.
DWDM mit einem einzigen LaserOhne Spiegel
Während die üblichen optischen Switches auf kleinen Spiegeln beruhen, setzt Xerox bei seiner Technologie auf ein "Shuttle", das wie eine Weiche zwischen den einzelnen Lichtleitern wirkt.
Das "Optical Micro Electro-Machanical System" [MEMS] stellt dabei die Verbindung zwischen den "Waveguides", Lichtleiter mit einer Breite von fünf bis sechs Mikron, her.
Kubby hat mit seiner Technologie den Prototypen eines OADM mit acht Kanälen erzeugt, der die Bandbreite der optischen Leitung je nach Bedarf aufteilen kann.
Der MEMS-Switch und die Waveguides werden zusammen auf einem einzigen Plättchen Silizium mit konventionellen Chipfertigungstechnologien erzeugt. Xerox will jetzt die Technologie an die Hersteller von optischen Switches lizenzieren.
