Microsoft: Abstimmung über Managergehälter
Aktionäre dürfen bei Entlohnung von Führungskräften mitreden
Der Software-Konzern Microsoft stellt Gehälter und Boni für Führungskräfte künftig seinen Aktionären zur Abstimmung. Das Votum soll zwar unverbindlich sein, die Konzernführung sagte aber zu, bei einem deutlichen Anteil von Nein-Stimmen den Argumenten der Aktionären nachzugehen.
Das Unternehmen werde erstmals der Hauptversammlung am 19. November die Gehälter vorlegen, teilte der US-Konzern am Freitag der US-Börsenaufsicht mit. Danach sollen die Aktionäre in einem dreijährigen Rhythmus befragt werden. Damit wolle Microsoft das Vertrauen der Anleger in den Konzern stärken.
Konzernchef Steve Ballmer hat Unternehmensangaben zufolge im Geschäftsjahr 2009 bis Ende Juni rund 665.000 Dollar erhalten und damit 25.000 Dollar mehr als im Vorjahr. Seine Sonderzahlung wurde nicht beziffert, im vergangenen Jahr belief sie sich auf 700.000 Dollar.
US-Kongress prüft Managergehälter
Nach der scharfen öffentlichen Kritik an hohen Managergehältern berät der US-Kongress derzeit über Vorschriften zur Beteiligung von Aktionären an den Entscheidungen. Im Zentrum des Konflikts stehen allerdings Boni und Gehälter für Bankmanager, die für den Ausbruch der Finanzkrise mitverantwortlich gemacht werden.
Die Europäische Union will beim G-20-Gipfel in der kommenden Woche darauf drängen, Managerboni international stärker mit dem langfristigen Erfolg eines Unternehmens zu verknüpfen.
(Reuters)
