Versicherungen zahlen für Siemens-Skandal
100 Millionen Euro für Schaden aus Korruptionsaffäre
Wie die "Welt am Sonntag" am Freitag vorab berichtet hat, haben sich der deutsche Elektrokonzern Siemens und ein Versicherungskonsortium unter Führung der Allianz auf die Zahlung von rund 100 Millionen Euro für den Schaden aus der Korruptionsaffäre verständigt. Es sei noch nichts unterschrieben, aber man habe sich prinzipiell geeinigt, meldete das Blatt unter Berufung auf eine mit dem Vorgang vertraute Person aus dem Umfeld des Unternehmens.
Haftpflichtversicherung
Das Geld fließe aus einer Managerhaftpflichtversicherung, die Siemens für die Jahre 2004 bis 2007 für die damaligen Vorstände abgeschlossen habe, hieß es in dem Bericht. Ein Siemens-Sprecher erklärte dazu am Freitagabend lediglich: "Wir stehen in Gesprächen auch mit den Versicherern." Nähere Angaben machte er nicht.
Vergleich
Die Aufarbeitung der Korruptionsaffäre hat den Konzern bisher rund 2,5 Milliarden Euro gekostet. Siemens hatte deshalb einen Schaden über die maximale Deckungssumme von 250 Millionen Euro bei den Versicherungen angemeldet, so die "Welt am Sonntag". Die vereinbarte Zahlung von 100 Millionen Euro sei ein Vergleich.
(dpa)
