F: Ernüchternde Studie über Schullaptops

PÄDAGOGIK
28.08.2009

Schüler spielen lieber, als damit zu lernen

Die Schüler des französischen Departements Landes nutzen ihren Schulcomputer zu 80 bis 90 Prozent für Spielereien, statt damit zu lernen.

Das sei das Ergebnis einer Studie des Marktforschungsinstituts TNS Sofres zu dem seit acht Jahren laufenden Großversuch "Ein Schüler, ein Laptop" in Südwestfrankreich, berichtete die Zeitung "Le Figaro". Landes hatte 2001 für die Ausrüstung der Schüler mit Laptops und Lernsoftware 45 Millionen Euro aufgewendet.

Die Suche nach den Schuldigen

"Die Ergebnisse sind vor allem darauf zurückzuführen, dass sich kein Lehrer um die Ausbildung zur Informationsbeschaffung und die Analyse der Quellen verantwortlich fühlt", sagte der Verantwortliche des Departements für neue Technologien, Pierre-Louis Ghavam.

Zudem geben sechs von zehn Lehrern keine elektronischen Hausaufgaben auf. Am ehesten gebrauchen noch die Musik- und Kunstlehrer die neuen technischen Möglichkeiten.

"Die Lehrer haben ihre pädagogischen Methoden nicht geändert", sagte Ghavam. Sie würden ihre Unterrichtsmaterialien ohne Änderungen auf den Computer übertragen. Die befragten Lehrer schoben die Schuld indes auf die Schüler: "Das größte Problem ist die Beherrschung der französischen Sprache. Die Schüler verstehen die Anweisungen auf dem Computer nicht."

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(dpa)