Publicis kauft Microsofts Razorfish

ÜBERNAHME
09.08.2009

Kaufpreis zwischen 500 und 600 Millionen Dollar

Der französische Werbekonzern Publicis soll den Zuschlag für den Erwerb von Microsofts Online-Marketingagentur Razorfish bekommen. Das berichtete das "Wall Street Journal" ("WSJ") am Sonntag unter Berufung auf interne Kreise.

Dem Deal, der voraussichtlich noch am Sonntag offiziell werden soll, gingen wochenlange Verhandlungen zwischen Microsoft und verschiedenen Werbekonzernen weltweit voraus.

500 bis 600 Millionen Dollar

Der Kaufpreis soll zwischen 500 Millionen und 600 Millionen Dollar liegen, so das "WSJ". Einer der Interessenten, Omnicom, habe in der vergangenen Woche ein Angebot gelegt, das unter 500 Millionen Dollar lag. Das Angebot von Japans größtem Werbekonzern Dentsu sei von Publicis überboten worden, so der Bericht.

Als Teil des Handels werde Publicis, das unter anderem Kunden wie General Motors betreut, für mehrere Jahre die Werbung einiger digitaler Objekte von Microsoft im Wert von Hunderten Millionen Dollar übernehmen, wie etwa die kürzlich gestartete Suchmaschine Bing.

Interne Überschneidungen

Im Zuge der sechs Milliarden Dollar schweren Übernahme der amerikanischen Online-Werbefirma aQuantive hatte Microsoft 2007 auch Razorfish bekommen. Microsoft will sich laut Medien unter anderem auch wegen interner Überschneidungen mit anderen Konzerntöchtern von Razorfish trennen.

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