Mangelnde Zuverlässigkeit bei Handy-Navis
Schätzungen zufolge wird bis 2012 nahezu jeder Handybesitzer die Funktion des elektronischen Wegweisers nutzen. Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) testete für die August-Ausgabe des Magazins "Konsument" zwölf verschiedene Handy- und Software-Kombinationen.
In einer Aussendung am Donnerstag gab der VKI die Ergebnisse des Tests vorab bekannt. Conclusio: Für den fallweisen Gebrauch sind einige Geräte durchaus brauchbar - doch die Zuverlässigkeit der Geräte und die Standortbestimmung lassen noch zu wünschen übrig.
Probleme gebe es insbesondere bei der Bestimmung der Ausgangsposition. Zwei Handy-Software-Kombinationen bestanden den Test überhaupt nicht. In den anderen Fällen sei die Positionsbestimmung zwar möglich gewesen, im weiteren Betrieb hätten sich jedoch Bild- und Netzausfälle sowie ungenaue Positionsbestimmungen gehäuft. Bei Geräten mit Google Maps machten sich das Fehlen einer Sprachausgabe sowie die fehlende Reaktion auf Abweichungen bemerkbar.
Primäre Routenberechnung "gut"
Die primäre Routenberechnung sei dagegen, sobald der aktuelle Standort erst einmal bestimmt war, bei allen Geräten zumindest "gut" ausgefallen. Auch die Darstellung der Information auf den teilweise kleinen Displays habe kaum Schwierigkeiten gemacht. Dennoch: "Bei regelmäßigem Gebrauch und wenn es auf absolute Zuverlässigkeit ankommt, ist eher ein Navigationsgerät zu empfehlen", so Franz Wallner vom "Konsument".
Der VKI warnt auch vor dem Gebrauch des elektronischen Handywegweisers im Urlaub: Wenn die Navigation nach dem verbrauchten Datenvolumen abgerechnet werde, könnten die Kosten vor allem bei Auslandreisen ins Unermessliche steigen, weshalb eine Tages- oder Monatspauschale empfohlen werde.
Bei Handys, wo das Kartenmaterial im Handy selbst auf der Speicherkarte vorhanden ist, würden zwar keine Kosten für die Datenverbindung entstehen, jedoch auch das Kartenmaterial nicht automatisch aktualisiert. Ein Update koste in der Regel zwischen 80 und 130 Euro. Der Preis für die getesteten Handys liege wiederum bei 300 bis 700 Euro.
