Millionenstrafe gegen Qualcomm

SÜDKOREA
23.07.2009

Wegen unfairer Marktpraktiken

Südkoreas Kartellbehörde hat gegen den weltgrößten Handychiphersteller Qualcomm wegen unfairer Marktpraktiken eine Strafe von 260 Milliarden Won (etwa 146,6 Mio. Euro) verhängt. Es ist das bisher höchste Bußgeld, das die Handelskommission des ostasiatischen Landes gegen ein Unternehmen festlegte.

Wie die Behörde am Donnerstag mitteilte, kam sie nach jahrelangen Untersuchungen zu dem Ergebnis, dass der US-Konzern seine führende Marktposition in Südkorea bei Handychips für die Übertragungstechnologie Ccode Division Multiple Access (CDMA) missbraucht habe.

"Quasimonopolstellung"

Bei der Lizensierung der CDMA-Mobilfunktechnologie habe Qualcomm von solchen Unternehmen höhere Lizenzgebühren verlangt, die auf Produkte von Wettbewerbern zurückgreifen. Zudem habe Qualcomm Kunden Preisnachlässe angeboten, die seine Chips benutzen. Diesen Praktiken verdanke das Unternehmen seit mehr als zehn Jahren seine Quasimonopolstellung. "Qualcomm besitzt die CDMA-Quelltechnologie und beherrscht 99,4 Prozent des CDMA-Modemchip-Markts (in Korea).

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(APA/dpa)