Optionen-Affäre: Ex-Manager belastet

apple
02.01.2007

Früherer Finanzdirektor und Juristin verwickelt

Nach der Enthüllung weiterer Einzelheiten über die irreguläre Rückdatierung von Optionen beim Computerkonzern Apple sind hausinternen Ermittlungen zufolge zwei frühere Spitzenmanager in die Affäre verwickelt gewesen, meldete das Börsenblatt "The Wall Street Journal".

Laut "WSJ" handelt es sich um den früheren Finanzdirektor Fred Anderson und die ehemalige Chefanwältin Nancy Heinen. Ihnen wird vorgeworfen, von den Unregelmäßigkeiten bei der Zuteilung von Optionen zumindest gewusst zu haben.

Anderson und Heinen ließen über ihre Anwälte sagen, sie hätten sich nichts zu Schulden kommen lassen.

Auch Apple-Chef Steve Jobs stand unter diesem Verdacht. Am Freitag hat ihn jedoch Apple entlastet.

Die Optionsaffaire hat die Apple-Aktie in den letzten Tagen auf eine Berg- und Talfahrt geschickt.

Der 62 Jahre alte Andersons kam 1996 zu Apple, als das Unternehmen in finanziellen Schwierigkeiten steckte. Er ist einer der wenigen, die ihren Posten behielten, als Jobs in den späten neunziger Jahren zu Apple als Chef zurückkehrte. Im Oktober trat er zurück, nachdem er von Apples Anwälten unterrichtet wurde, dass er möglicherweise ein Ziel der Ermittlungen sei.

Heinen gehört zu Jobs' ältesten Vertrauten. In den neunziger Jahren war sie als Syndikus bei NeXt Software tätig, die Jobs 1996 an Apple verkaufte. 1996 wurde sie Chefin der Rechtsabteilung und hatte 100 Mitarbeiter unter sich. Heinen schied bei Apple vor den jüngsten Enthüllungen aus.

(APA)