SARS behindert Notebook-Produktion
Die Notebook-Hersteller Taiwans, die ihre Produktion wegen SARS zum Teil nach China auslagern mussten, fürchten nun die mangelnde Kapazität der Flughäfen Chinas.
Mit nur einer Rollbahn ist etwa der Flughafen Schanghai-Pudong schon jetzt am Auslastungslimit. In der Umgebung Schanghais werden derzeit aber die meisten Notebooks produziert. Derzeit dauert es mindestens drei Tage, bis die fertigen Notebooks China verlassen.
Chinas Infrastruktur hat nach dem Ausbruch von SARS zudem mit anderen Problemen zu kämpfen, als den Ausbau der Kapazitäten am Flughafen Schanghai zu forcieren.
Quanta Computer und Compal Electronics, die beiden größten Notebook-Hersteller, haben die Produktion nach Schanghai und Kunshan [Jiangsu] verlegt. Obwohl die Produktionskosten in China niedriger sind, sind die Transportmöglichkeiten von Taiwan aus wesentlich besser. Federal Express, der größte Air-Cargo-Anbieter für taiwanesische Notebooks, fliegt elf Mal pro Woche nach Schanghai und 39 Mal nach Taipeh.
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Um erhöhte Transportkapazitäten zu sichern, haben die Notebook-Hersteller größere Summen an die Flughafen-Betreiber bezahlt. Andere Notebook-Produzenten wollen indirekte Routen über Nanjing [Jiangsu], Hongkong oder sogar über die Philippinen nehmen und damit die Dienste chinesischer Inlandsfluglinien in Anspruch nehmen.
Die Notebook-Hersteller in Taiwan erwarten, dass etwa 80 Prozent der Geräte im vierten Quartal, das entspricht in etwa 4,4 bis 4,8 Mio. Stück, aus China kommen werden.
