Infineon will Sensonor übernehmen
Infineon will den norwegischen Anbieter von Autosensoren Sensonor übernehmen und damit seine Marktposition im Autogeschäft ausbauen.
"Mit der geplanten freundlichen Übernahme von Sensonor würde Infineon bei den Reifendrucksensoren zum Marktführer aufsteigen", teilte Infineon mit. Insgesamt wolle sich der sechstgrößte Halbleiterkonzern der Welt den Kauf rund 48 Millionen Euro kosten lassen.
Die in Oslo an der Börse notierte Sensonor stellt Reifen- und Beschleunigungssensoren für Fahrzeuge her und beschäftigt 170 Mitarbeiter.
Für 2003 rechnet die Gesellschaft Infineon-Angaben zufolge mit einem Verlust von neun Millionen Euro bei einem Umsatz von zwölf Millionen Euro. Für 2004 werde maximal ein geringer Verlust erwartet, sagte ein Konzernsprecher. Sollte die Übernahme wie angestrebt vollzogen werden, sei für Sensonor ein Delisting geplant. Infineon wird unterdessen seine Sparte Automobil- und Industrieelektronik nach Villach verlagern:
Infineon verlagert Sparte nach VillachFirmen ergänzen sich
Infineon will im Rahmen eines öffentlichen Übernahmeangebots 138,5 Millionen Sensonor-Aktien von institutionellen und privaten Anlegern für zwei Kronen [umgerechnet etwa 25 Cent] je Aktie kaufen.
Das entspreche einem Volumen von insgesamt rund 35 Millionen Euro, hieß es. Zudem will Infineon im Zuge einer Barkapitalerhöhung für umgerechnet rund 13 Millionen Euro weitere 100 Millionen Anteilsscheine von Sensonor kaufen.
Das Portfolio von Sensonor ergänze die bisherigen Aktivitäten von Infineon sehr gut, sagte ein Konzernsprecher. So sei das Münchner Unternehmen bisher vor allem im Bereich Magnetfeld-Sensoren tätig gewesen. Die Norweger seien hingegen hauptsächlich bei Druck- und Beschleunigungssensoren aktiv. Diese kommen etwa bei Airbags und bei der Messung des Reifendrucks zum Einsatz.
