Vom Mail-Gebrauch im Parlament
158 Abgeordnete haben eine Mail-Adresse. Nur knapp mehr als ein Viertel von ihnen - nämlich 42 - haben auf ein Mail geantwortet, das ihnen im Rahmen einer EU-weiten Studie zugegangen ist.
Im Email-Test der Parteisekretäre gewann die FPÖ, die Abgeordnete Bleckmann schrieb noch am selben Tag zurück, die Kollegen von SPÖ und ÖVP mit zweiwöchiger Verspätung, von den Grünen kam nichts.
Nach Parteien schnitten die Grünen am besten ab, obwohl dort auch nicht einmal jeder zweite Abgeordnete geantwortet hat. Gefolgt von der SPÖ, hier schrieb nur etwa jeder dritte Abgeordnete zurück. Bei der ÖVP nicht einmal jeder Vierte. Schlusslicht ist die FPÖ mit zwei von 17.
Projektleiter Peter Filzmaier vom Institut für interdisziplinäre Forschung stuft all dies als gar nicht so schlecht ein, das Ergebnis sei immerhin besser als das Deutsche. Dort hätten weniger als 15 Prozent der Abgeordneten einen Fragebogen über die Nutzung des Internets beantwortet. Besser seien die skandinavischen Länder, die Niederlande, schlechter die südlichen Länder Europas.
Parlamentarier bekamen LaptopsErnüchternd sei, dass so viele Antworten erst nach zwei Wochen eintrafen - obwohl der Vorteil des Internets ja gerade die Schnelligkeit und damit auch mehr Bürgernähe sei. Und 25 Abgeordnete haben nicht einmal eine Email-Adresse.
